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Joker Tazemeta sticht sofort: FCK feiert ersten Saisonsieg am Millerntor

30. Aug.
2 Min. Lesezeit

Der Knoten ist geplatzt: Der 1. FC Kaiserslautern hat am dritten Spieltag der 2. Bundesliga seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Beim FC St. Pauli setzten sich die Roten Teufel mit 2:1 (1:0) durch. Erencan Yardimci erzielte bei seinem ersten Startelfeinsatz das erste Lautrer Ligator der Saison, ehe der eingewechselte Thierry Tazemeta unmittelbar nach der Pause nachlegte. In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig eng.


Nach den beiden torlosen Ligapartien zum Auftakt nahm Torsten Lieberknecht zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Pokalheld Ibrahim Kanaté und Neuzugang Erencan Yardimci rückten erstmals in die Startelf, während Mergim Berisha und Thierry Tazemeta zunächst auf der Bank Platz nahmen.


St. Pauli beginnt stärker – Yardimci trifft


Den besseren Start erwischten zunächst die Gastgeber. St. Pauli setzte den FCK früh unter Druck und drängte die Lautrer tief in die eigene Hälfte. Wirklich gefährlich wurde es allerdings nur selten. Julian Krahl war bei einem Flachschuss von Oppie zur Stelle, während sich die Roten Teufel mit zunehmender Spielzeit defensiv besser auf den Gegner einstellten.


Und dann war plötzlich der FCK da: In der 29. Minute landete ein missglückter Abschluss von Semih Sahin bei Yardimci. Der Angreifer reagierte schnell und brachte den Ball zum 1:0 im Tor unter. Es war nicht nur sein erster Treffer im FCK-Trikot, sondern gleichzeitig das erste Lautrer Ligator der Saison – erzielt mit dem ersten eigenen Torschuss der Partie.


Nach der Führung konzentrierten sich die Roten Teufel vor allem auf ihre Arbeit gegen den Ball und ließen St. Pauli nur wenige Möglichkeiten. Kurz vor der Pause musste Krahl bei einem Distanzschuss von Hrgota noch einmal eingreifen, ansonsten verteidigte der FCK seinen Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff souverän.


Joker Tazemeta braucht nur wenige Sekunden


Zur zweiten Hälfte kam Thierry Tazemeta für Yardimci – und der Joker benötigte praktisch keine Anlaufzeit. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff setzte sich der 19-Jährige am Strafraum durch und überraschte St.-Pauli-Keeper Voll mit seinem Abschluss ins kurze Eck.


Beinahe hätten die Lautrer direkt nachgelegt. Marlon Ritter zwang Voll kurz darauf mit einem Schlenzer zu einer starken Parade. Zu diesem Zeitpunkt schien der FCK das Geschehen unter Kontrolle zu haben.


Doch St. Pauli reagierte. Trainer Marcel Rapp brachte unter anderem Abdoulie Ceesay – und auch dieser Joker schlug unmittelbar ein. In der 56. Minute verkürzte Ceesay auf 1:2 und brachte die Gastgeber damit zurück in die Partie. Vorausgegangen war ein Missverständnis zwischen Fabian Kunze und Keeper Julian Krahl.


Krahl hält den ersten Dreier fest


Spätestens nach dem Anschlusstreffer entwickelte sich die Begegnung für die Roten Teufel zur Abwehrschlacht. St. Pauli erhöhte den Druck, während der FCK offensiv kaum noch für Entlastung sorgen konnte.


In dieser Phase rückte Julian Krahl immer stärker in den Mittelpunkt. Der Lautrer Schlussmann parierte gegen Metcalfe und war auch bei einem überraschenden Direktversuch von Hrgota aufmerksam. Oppie verfehlte das Tor in der Schlussphase nur knapp. Trotz des zunehmenden Drucks gelang es dem FCK, die Hamburger immer wieder aus den wirklich gefährlichen Räumen fernzuhalten.


Nach intensiven letzten Minuten war es schließlich geschafft: Der erste Dreier der Saison geht auf den Betzenberg.


Nach zwei 0:0-Unentschieden zum Ligastart erzielten die Roten Teufel am Millerntor nicht nur ihre ersten beiden Saisontore, sondern belohnten sich auch erstmals mit drei Punkten. Dass dabei erstmals nach zuvor vier Zweitligaspielen ohne Gegentreffer wieder ein Ball im Lautrer Tor landete, konnte die Freude über den Auswärtssieg kaum trüben.




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